Dosierung Chloroquin und Proguanil |  |  |  |
Handelsname | Prophylaxe | Notfall-Selbstbehandlung | Resochin®, Weimerquin®, sowie Chlorochin® | 300mg Chloroquin-Base (= 2 Tbl. Resochin®) pro Woche; bei über 75 kg KG: 450 mg pro Woche Kinder: 5 mg/kg KG pro Woche 1 Woche vor bis 4 Wochen nach Aufenthalt im Malariagebiet | 600 mg Base (= 4 Tbl. Resochin®) Kinder: 10 mg/kg KG, 6, 24 und 48 Stunden nach Therapiebeginn: je weitere 300 mg, (Kinder: je 5 mg/kg KG) | Paludrine® | 200 mg pro Tag (Kinder: 3 mg/kg KG pro Tag) | nicht geeignet |
Proguanil wird nur in Kombination mit Chloroquin für besondere Personengruppen empfohlen. Die Kombination von Chloroquin mit Proguanil (Paludrine®) verspricht eine bessere Schutzwirkung in Gebieten mit partieller Chloroquinresistenz. Die Wirksamkeit ist, u. a. durch eine schlechte Compliance, deutlich geringer als bei anderen Mitteln. Darüber hinaus zeigte die Kombination in mehreren Vergleichsstudien die schlechteste Verträglichkeit: Zu den o.g. Chloroquin- Nebenwirkungen kommen verstärkte Beschwerden im Bereich von Magen-Darm sowie Haut und Schleimhaut.
Nachdem andere Mittel mit einem besseren Nutzen-Risiko-Verhältnis verfügbar sind, wird diese Kombination von der DTG generell nicht mehr empfohlen. Die formale Zulassung sowie die WHO-Empfehlung haben sich dadurch nicht geändert. Für besondere Personengruppen, für die andere Mittel kontraindiziert sind (z.B. Schwangere, Säuglinge unter 5 kg KG), kann Chloroquin + Proguanil bei notwendigen Reisen in Gebiete mit Chloroquin-resistenten Falciparum-Malariastämmen auch weiterhin verordnet werden (siehe Besondere Personengruppen).
|