Langzeit-Reisende (Rucksacktouristen, Weltreisende, beruflich Reisende) |  |  |  |
Langzeit-Reisende sind Reisende, die länger als vier Wochen in Malariagebieten unterwegs sind. Diese Gruppe kennzeichnet: Sie bleiben Reisende und halten sich an wechselnden Standorten mit oft hohem Expositionsrisiko auf (abends häufig Aufenthalt im Freien, moskito-unsichere Unterkunft). Sie haben weder Kenntnisse über die lokale Malariasituation noch über die Verfügbarkeit einer medizinischer Behandlung.
Langzeit-Reisende sind nach Darstellung der Schwierigkeiten einer Malariadiagnostik und- behandlung in entlegenen Gebieten und der Unannehmlichkeit der Reiseunterbrechung oft doch einer Chemoprophylaxeempfehlung zugänglich.
Empfehlung: Malariaprophylaxe entsprechend länderspezifischen DTG- Empfehlungen. Migranten aus Malariagebieten und deren Kinder, die in Deutschland leben, hier ggf. geboren sind und die sporadisch für einige Monate in ihr Heimatland, resp. das Heimatland eines oder beider Elternteile fahren.
Besucht werden vertraute, oft ländliche Gebiete, die reale Infektionsgefährdung wird nicht wahrgenommen. Selten ist bekannt, dass die in der Kindheit erworbene Teilimmunität durch Aufenthalte in Europa verschwindet. Zudem wird übersehen, dass die in Deutschland geborenen Kinder keine Teilimmunität erwerben konnten, so dass sie besonders gefährdet sind, an einer Malaria zu erkranken. Die Möglichkeit einer Chemoprophylaxe ist meist unbekannt, da eine reisemedizinische Beratung selten beansprucht wird, zumal geplante Verwandtenbesuche den behandelnden Ärzten nicht immer mitgeteilt werden.
Empfehlung: Malariaprophylaxe entsprechend länderspezifischen DTG- Empfehlungen. Reisende mit häufigen, kurzen Reisen in Malariagebiete |  |  |  |
Diese Personen sind als „Kurzzeitreisende“ zu betrachten, auch wenn sie kumulativ längere Zeit pro Jahr exponiert sind. Sie verfügen über wenig Kenntnisse der lokalen Gesundheitsstrukturen und sind den Gegebenheiten in den Gastländern ausgesetzt wie andere Kurzzeitreisende auch.
Empfehlung: Malariaprophylaxe entsprechend länderspezifischen DTG- Empfehlungen.
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