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Schwangere Frauen



Foto: BilderBox.com

Grundsätzlich sollte dazu geraten werden, touristische Reisen in Malaria-Endemiegebiete auf die Zeit nach der Schwangerschaft zu verschieben. Eine Malaria in der Schwangerschaft stellt ein hohes Risiko für Mutter und Kind dar!

Eine medikamentöse Malariaprophylaxe ist in der Schwangerschaft nur unter Vorbehalt möglich. Bei keinem Medikament besteht die Gewissheit, dass die Einnahme für die Entwicklung des Kindes unbedenklich ist. In jedem Einzelfall ist eine strenge Risiko-Nutzen-Abwägung durch einen erfahrenen

Arzt erforderlich. Zur Expositionsprophylaxe empfohlene Maßnahmen können durchgeführt werden. Sollte ein Aufenthalt unumgänglich sein, wird Mefloquin ab dem 2. Trimester der Schwangerschaft empfohlen. Bei der prophylaktischen Einnahme von Mefloquin geht man aufgrund der Erfahrung bei mehreren tausend schwangeren Frauen davon aus, dass kein erhöhtes Risiko einer Malformation oder eines fetotoxischen Effekts besteht. Anders als in der Schweiz wird aber in der deutschen Fachinformation immer noch während und bis zu 3 Monaten nach der letzten Einnahme von Mefloquin vom Hersteller eine Schwangerschaftsverhütung angeraten. Bei entsprechender Aufklärung ist ein "off-label-use" prinzipiell möglich und bei Aufenthalten in Hochrisikogebieten auch sinnvoll.

Zu Atovaquon/Proguanil liegen bisher keine ausreichenden Daten vor; Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit allenfalls unter strenger Risikoabwägung. Das gilt auch für die Therapie mit Artemether/Lumefantrin. Doxycyclin ist in der Schwangerschaft sowie in der Stillzeit kontraindiziert.

Chloroquin und Proguanil können nach bisherigem Erkenntnisstand in der Schwangerschaft und

Stillzeit prophylaktisch eingesetzt werden, allerdings bei deutlich geringerer Effektivität gegenüber den anderen Malariamedikamenten.

aktualisiert:   28.03.2008, 13:31
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